Nicht länger still sitzen

Zuviel ist in den vergangenen Monaten geschehen, als dass wir noch länger still sitzen bleiben können. Unser Klima wird derzeit im doppelten Sinn vergiftet – zum einen durch ein bewusstes gegeneinander ausspielen der Menschen, einer nie dagewesenen Umverteilung hin zu jenen, die ohnehin schon genügend haben. Zum anderen durch den umweltpolitischen Rückwärtsgang, in dem unser Land derzeit unterwegs ist, sei es Tempo 140 auf den Autobahnen, die Beschneidung von Rechten der NGO’s, oder ein geplantes Standortgesetz, bei dem der Profit einzelner Vorrang vor der Zukunft und der Gesundheit aller hat.

Bei all diesen Maßnahmen werden gewohnte demokratische Prozesse oftmals rechts liegen gelassen und Entscheidungen ohne andere Argumente auch nur hören zu wollen durchgedrückt. Wer Kritik übt, wird zum Feind erkoren, wie es um das Demokratieverständnis bestellt ist, zeigt sich, wenn von der „Übernahme der Bundesregierung“ gesprochen wird und wesentliche Säulen einer Demokratie wie Justiz und Medien immer wieder attackiert werden.

Wir stehen jetzt auf, weil wir es nicht länger hinnehmen, dass in unserem Land Menschen an der Macht sind, die Frauen lieber hinter dem Herd statt in Führungsetagen und in Spitzenpositionen sehen möchten, die alles dafür tun, damit die überfällige Gleichstellung zwischen Frauen und Männern aufgehalten wird.
Doch wir lassen uns nicht aufzuhalten: Deshalb gehen wir am 8. November auf die Straße – bunt, vielfältig und laut! So wie wir uns unser Land eben vorstellen, zuversichtlich und positiv und nicht grau und verunsichert. Zu viel ist in den vergangenen Monaten geschehen, als das wir noch länger still sitzen bleiben können.

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